Digitaler Wandel: Bund fördert Gemeinschaftsprojekt aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz

Die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen vorantreiben: Das ist eines der Ziele des Bundesprogramms „Zukunftszentren KI“, in dessen Rahmen nun ein landesübergreifendes Gemeinschaftsvorhaben gefördert wird.

Das Bundesarbeitsministerium hat das saarländisch-rheinland-pfälzische Projekt „Regionales Zukunftszentrum KI – Ganzheitlicher Ansatz zur digitalen Transformation und sozialverträglichen Gestaltung und Handhabung menschenzentrierter KI-Systeme“ (RZzKI) ausgewählt. Die Konsortialleitung übernimmt das Festo Lernzentrum in St. Ingbert.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Der Zuschlag ist ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Region für die Zukunft der Arbeit gut aufgestellt ist. Große Unternehmen nutzen schon heute effiziente KI-Systeme – und das trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Im Projekt ‚KI Zukunftszentren‘ nehmen wir jetzt noch intensiver kleinere und mittlere Unternehmen in den Blick. Sie sind das Rückgrat der saarländischen Wirtschaft, und wir müssen dafür sorgen, dass sie mit dem digitalen Wandel Schritt halten können. Im Zukunftszentrum erproben sie, welche Möglichkeiten ihnen durch die Nutzung neuer Technologien offenstehen.“

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesministerien wurden sieben Projekte zur Förderung ausgewählt. Mit insgesamt 34 Mio. Euro bis Ende 2022 unterstützt der Bund diese Zukunftszentren in ganz Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, Unternehmen bei der Einführung digitaler und KI-basierter Systeme zu unterstützen und diese gemeinsam mit den Beschäftigten menschenzentriert zu gestalten. Mit dem Ziel, die  Lern- und Gestaltungskompetenz zu fördern und die Unternehmen fit für den Wandel zu machen, wird dabei gerade die eigenständige Qualifizierung im Betrieb durch innovative Konzepte neu gedacht und erprobt.

Konsortialleiter Klaus Herrmann: „Der anfängliche Hype der Digitalisierung (Industrie 4.0) und deren Chancen ist bei vielen Unternehmen und Beschäftigten einer gewissen Ernüchterung gewichen. Der Mehrwert für die Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen erschließt sich oft nicht direkt. Dies ist insbesondere für kleine und mittelständige Betriebe eine ganz besondere Herausforderung, wo eine dünne Personaldecke und das laufende Geschäft alle Ressourcen zu binden scheinen. Dennoch müssen die Unternehmen hier mit ihrem Management und den Beschäftigten den Wandel gestalten, um nicht Gefahr zu laufen, vom Markt gedrängt zu werden. Das neue ‚Regionale Zukunftszentrum KI‘ wird hier handhabbare und passgenaue Unterstützung bieten. Diese wird sowohl konkrete technologische Unterstützung, aber auch betrieblich organisatorische Anpassung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfassen.“

„Ein besonders wichtiger und erfreulicher Aspekt ist der Fokus des Projekts auf die sozialverträgliche Komponente“, findet die Ministerin. „So wird nicht als Ersatz, sondern vielmehr als Unterstützung für und in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten nach Lösungen bei der Einführung von KI-Systemen gesucht.“

Das zeigt sich auch in der Auswahl der saarländischen und rheinland-pfälzischen Projektpartner des RZZKI. Neben dem Festo Lernzentrum sind auf saarländischer Seite die Arbeitskammer des Saarlandes, das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZEMA) sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Saarbrücken (DFKI) an dem Projekt beteiligt. Die rheinland-pfälzischen Partner sind die TBS gGmbH Rheinland-Pfalz, die Technologie Initiative SmartFactory KL e.V. und das Institut für Technologie und Arbeit (ITA).

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